Mit dem offiziellen Spatenstich für das neue Heizwerk Langes Land haben die Stadtwerke Ditzingen einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Wärmeversorgung in Ditzingen erreicht. Rund 100 Gäste nahmen am 15. Juli 2026 an der Veranstaltung teil. Unter ihnen waren Mitglieder des Aufsichtsrats und des Gemeinderats, Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Projektbeteiligte.
Oberbürgermeister Michael Makurath betonte die Bedeutung des Projekts für die kommunale Wärmeplanung und die Wärmewende vor Ort. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass man bei den sommerlichen Temperaturen eigentlich noch gar nicht ans Heizen denken möchte. Geschäftsführer Frank Feil stellte die innovative Technik des Heizwerks vor und dankte allen Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit.
Anschließend erfolgte der gemeinsame Spatenstich. Unter dem Motto „Auf die Spaten, fertig, los!“ wurde der Start des Projekts bei sommerlichem Wetter in harmonischer Atmosphäre gefeiert.
Versorgung des Neubaugebiets und weiterer Stadtbereiche
Das Heizwerk Langes Land wird ab der kommenden Heizperiode das Neubaugebiet Ob dem Korntaler Weg (OdKW) mit Fernwärme versorgen. Perspektivisch ist außerdem die Erweiterung des Wärmenetzes in das Gebiet Nord-Ost mit der Haldenstraße, der Baumhalde, der Ditzenbrunner Straße und der Gottfried-Keller-Straße vorgesehen.
Verschiedene Technologien für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Für die Wärmeerzeugung werden mehrere Technologien miteinander kombiniert. Zum Einsatz kommen:
- eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
- ein Holzpelletkessel
- ein Blockheizkraftwerk
- ein gasbetriebener Spitzenlastkessel
- eine Photovoltaikfassade
- ein Wärmespeicher
Bereits zum Start soll die Wärme zu rund 75 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren weiter steigen.
Die Anlage ist für eine jährliche Wärmelieferung von rund 4.000 Megawattstunden ausgelegt.
Gefördertes Projekt
Das Heizwerk Langes Land wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit mehr als 2,3 Millionen Euro gefördert. Die Förderung umfasst rund 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Das Projekt wird zudem durch die Europäische Union im Rahmen von NextGenerationEU finanziert.
Visualisierung des neuen Heizwerks Langes Land.
Finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wieder. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden.
Weitere Informationen zum Ausbau der Fernwärme in Ditzingen finden Sie auf unserer Wärmeseite.